Stift Börstel
Es gibt Orte, da spürt man den Zauber des Augenblicks. Ein Augenblick, der eins macht mit dem, was schon lange vorher da war. Diese tiefe Erfahrung haben schon viele Menschen machen dürfen. Das Stift Börstel ist so ein Ort. Die Zeitlosigkeit und das Überdauern werden hier spürbar.
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Das Stift Börstel liegt mitten im Wald an der Straße Berge - Herzlake, am Nordrand des Landkreises Osnabrück. Die Stiftskirche ist nach alter Tradition der Zisterzienser eine Fußweg-Stunde von der nächsten menschlichen Ansiedlung entfernt. Seit dem Mittelalter hat sich daran nichts geändert. Das Gotteshaus ist nicht übermäßig groß. Es liegt umgeben von den Kloster- und Stiftsgebäuden in weitläufiger Natur. Die besondere spirituelle Ausstrahlung dieses frühgotischen Backsteinbaus umfängt jeden Besucher, der durch das niedrige Südportal die Kirche betritt. Die Ruhe und Stille, die sich ausbreitet, lässt etwas spüren vom Geist und vom Leben klösterlicher Abgeschiedenheit, ebenso wie von den seit mehr als 750 Jahren bis heute täglich in ihr gesprochenen und gesungenen Gebeten. |
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Seit der Reformation bis heute können 10 Frauen in das Stiftskapitel aufgenommen werden. Stift Börstel ist als ökumenische geistliche Gemeinschaft mit 8 evangelische und zwei katholische Kapitelplätzen eine Besonderheit in der heute noch bestehenden Kloster- und Stiftslandschaft. Es ist eine eigenständige Stiftung Öffentlichen Rechtes. Das Stiftskapitel lebt und betet bis heute in den historischen Gebäuden und ist für deren Bauunterhaltung und die Bewirtschaftung der stiftseigenen Ländereien und des Stiftsforstes verantwortlich. |
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Die geistliche und weltliche Leitung für das Stift wird seit 2005 Äbtissin Britta Rook ausgeübt. Täglich trifft sich das Stiftskapitel zusammen mit dem Jugendkonvent und zeitweilig mitlebenden Gästen zum Stundengebet auf der Nonnenempore in der Kirche. In der Zeit zwischen Karfreitag und Silvester ist sonntags 11:30 Uhr Gottesdienst in der Stiftskirche. Bis auf wenige Ausnahmen werden Gottesdienste und Stundengebete als ökumenische Gottesdienste in der Form von Taizé gefeiert. |
